Botulinumtoxin bei Migräne, Schmerzen und Hyperhidrose

Behandlungen mit Botulinumtoxin – moderne Therapie bei Migräne, chronischen Schmerzen und starkem Schwitzen

Botulinumtoxin Typ A ist in der Medizin und Ästhetik ein vielseitig eingesetzter Wirkstoff. Besser bekannt ist er für viele Menschen unter dem Handelsnamen Botox®. Insbesondere im Anti-Aging-Bereich hat sich Botox® einen Namen gemacht, aber auch bei unterschiedlichen medizinischen Beschwerden kann es eine wirksame Unterstützung bieten. In meiner Praxis setze ich Botulinumtoxin gezielt ein, um unter anderem Patientinnen und Patienten mit chronischer Migräne, chronischen Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen oder starkem Schwitzen (Hyperhidrose) zu behandeln.

Aus der Erfahrung wissen wir, dass all diese Beschwerden die Lebensqualität einschränken und den Alltag belasten können. Daher ist unser Ziel, gemeinsam mit Ihnen eine individuelle und möglichst sanfte Methode zu finden, um diese Einschränkungen spürbar verringern und Ihr Wohlbefinden nachhaltig verbessern zu können.

Was ist Botulinumtoxin?

Bei Botulinumtoxin handelt es sich um ein Eiweiß, das von bestimmten Bakterien gebildet wird. Im Körper hemmt es vorübergehend die Signalübertragung von den Nerven zu den Muskeln. Normalerweise senden Nerven bestimmte chemische Botenstoffe (sogenannte Neurotransmitter) aus, die die Muskeln anregen, zu kontrahieren (sich zusammenzuziehen). Botox® verringert bzw. unterbindet die Ausschüttung dieser Botenstoffe (hauptsächlich Acetylcholin), sodass sich die Muskeln nicht mehr anspannen. Daher wird Botox® auch als lokales Muskelrelaxans (Muskelentspanner) bezeichnet.

In der Medizin wird dies genutzt, um Muskeln gezielt zu entspannen. Injektion und Wirkung erfolgen dabei sehr präzise und kontrolliert. Auf diese Weise lassen sich überaktive Muskeln sowie überaktive Schweißdrüsen effektiv behandeln.

Die Behandlung im kurzen Überblick

Behandlungsart: minimalinvasive Injektion

Behandlungsdauer: ca. 15–20 Minuten

Betäubung: auf Wunsch lokale Betäubung/Anästhesiecreme

Aufenthalt: ambulant

Gesellschaftsfähig: sofort

Sport: i. d. R. sofort oder nach wenigen Tagen

Medizinische Anwendungsbereiche in meiner Praxis

1. Migränebehandlung mit Botox®

Insbesondere die chronische Form von Migräne kann die Lebensqualität der Betroffenen stark belasten. Häufig ist das Leben von Attacke zu Attacke bestimmt. Vielfach haben Patientinnen und Patienten bereits mehrere Therapien und Medikamente ausprobiert.

Botox® kann in diesen Fällen eine sinnvolle Behandlungsergänzung darstellen. Der Wirkstoff wird präzise in bestimmte Punkte im Bereich des Nackens, Kopfs und der Schultern injiziert. Dadurch werden genau die Muskeln angesprochen und entspannt, die häufig als Auslöser oder Verstärker von Migräne wirken. Zudem wird die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe gehemmt, die Schmerzen weiterleiten, sodass auch die Schmerzbelastung gelindert wird.

Nach etwa ein bis drei Wochen bemerken viele der Patientinnen und Patienten eine Verbesserung der Beschwerden. Mit der Behandlung können nicht nur akute Beschwerden verringert, sondern auch die Häufigkeit der Migräneepisoden reduziert werden.

Die Botox®-Behandlung kann in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um die gewünschten Effekte zu erhalten. Anzahl und Intervalle der Behandlung bespreche ich immer individuell mit Ihnen.

2. Botox® bei chronischen Schmerzen

Neben Migräne lassen sich auch andere chronische Schmerzen, die unzureichend auf andere Therapien reagieren, mit Botox® behandeln. Bei anhaltenden Schmerzen können verschiedene Ursachen zusammenwirken, darunter z. B. verspannte Muskeln, überreizte Nerven oder eine Art „Schmerzgedächtnis“ im Nervensystem.

Durch die Injektion von Botulinumtoxin in die betreffenden Muskelpartien können die Verkrampfungen gelöst werden. Gleichzeitig sorgt der Wirkstoff auch dafür, dass weniger schmerzleitende Botenstoffe ausgesandt werden.

Bei chronischen Schmerzen stellt die Botox®-Behandlung meist nicht die alleinige Behandlung dar, sondern wird sinnvoll mit weiteren Maßnahmen wie Physiotherapie, Stressmanagement oder Bewegungstherapie kombiniert.

3. Botox® bei Hyperhidrose (starkem Schwitzen)

Schwitzen ist eine ganz natürliche und sogar sehr wichtige Funktion des Körpers, da es u. a. der Temperaturregulation dient. Manche Menschen schwitzen jedoch über das gesunde Maß hinaus – unabhängig von körperlicher Belastung oder Außentemperatur. Auch in Ruhe kann der Körper bei Hyperhidrose große Mengen Schweiß absondern, was für die Betroffenen entsprechend belastend ist.

Botox® kann in diesem Fall Hilfe bieten. Mit feindosierten Injektionen in die Haut wird die Signalübertragung auf die überaktiven Schweißdrüsen reduziert. Dementsprechend wird weniger Schweiß abgegeben und das starke Schwitzen wird reduziert.

Botox® als ästhetische Behandlung – hier erfahren Sie mehr dazu!

In meiner Praxis setze ich Botox® auch zur Behandlung störender Mimikfalten ein, um ein entspanntes und junges Aussehen zu unterstützen. Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten und Einzelheiten der ästhetischen Anwendung von Botulinumtoxin erfahren möchten, finden Sie hier nähere Informationen dazu: Faltenbehandlung mit Botox®.

Wie läuft die Behandlung ab?

Jeder Behandlung geht eine persönliche und ausführliche Beratung voraus. Gemeinsam mit Ihnen bespreche ich Ihre Beschwerden und Therapieziele. Anhand Ihrer Angaben und einer sorgsamen Untersuchung lege ich Ihnen daraufhin die Behandlungsmöglichkeiten dar und kläre Sie näher zur Botox®-Therapie auf. So finden wir die für Sie am besten geeignete Methode.

Unmittelbar vor der Botox®-Behandlung werden die Areale gereinigt und desinfiziert. Die Behandlung ist erfahrungsgemäß schmerzarm und dauert etwa 15 bis 20 Minuten. Während der Injektion nehmen Sie entspannt auf der Behandlungsliege Platz und müssen nichts weiter tun. An den zuvor bestimmten Injektionspunkten bringe ich den Wirkstoff mithilfe einer feinen Kanüle präzise ein. Dabei verwende ich ausschließlich hochqualitative und zugelassene Produkte.

Bereits nach einer kurzen Erholungsphase können Sie unsere Praxis verlassen und Ihren normalen Alltag wieder aufnehmen.

 

Wirkung und Dauer der Behandlung

Der Effekt von Botulinumtoxin entfaltet sich schrittweise und setzt in den Tagen nach der Behandlung ein. Nach etwa zehn Tagen ist die volle Wirkung erreicht. Da der Körper das Botulinumtoxin wieder abbaut, lässt auch der Wirkungseffekt mit der Zeit wieder nach. Wie lange die Ergebnisse anhalten, hängt von verschiedenen Faktoren ab (z. B. Anwendungsbereich, Dosierung) und kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein. Durchschnittlich hält die Wirkung etwa drei bis sechs Monate an. Auf Wunsch kann die Botox®-Behandlung wiederholt werden, um die erzielten Ergebnisse aufzufrischen und aufrechtzuerhalten. Die Intervalle werden dabei individuell besprochen.

Mögliche Risiken und Nebenwirkungen

Die Botox®-Behandlung gilt als sichere und risikoarme Behandlung. Wichtig ist hierbei, dass sie von einem erfahrenen und speziell ausgebildeten Arzt bzw. Ärztin vorgenommen wird.

In der Regel sind mögliche Reaktionen nach einer Botox®-Behandlung leicht und vorübergehend. Gelegentlich treten leichte Rötungen, kleine Blutergüsse oder geringe Schwellungen an den Injektionsstellen auf, die erfahrungsgemäß rasch wieder abklingen.

Im persönlichen Beratungsgespräch werden Sie eingehend darüber informiert, welche Risiken es gibt und wie diese bestmöglich vermieden werden.

Kosten für eine Botox®-Behandlung bei Migräne, Schmerzen oder Hyperhidrose

Je nach Indikation, Behandlungsumfang und individuellem Bedarf können die Kosten für eine Botox®-Behandlung variieren. Daher können vorab keine allgemeingültigen Preise angegeben werden. Stattdessen bespreche ich die Behandlungskosten immer transparent und persönlich mit Ihnen. Gern erstelle ich Ihnen einen individuellen Kostenvoranschlag und gehe auf Ihre Fragen ein.

Ihr individuelles Beratungsgespräch zu den Behandlungsmöglichkeiten mit Botox®

Die Botox®-Therapie eignet sich zur unterstützenden Behandlung verschiedener medizinischer Indikationen und kann dabei helfen, das Wohlbefinden zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Gern kläre ich Sie über die jeweiligen Möglichkeiten auf und berate Sie persönlich anhand Ihrer Beschwerden und Behandlungsziele. Vereinbaren Sie einen Termin für ein unverbindliches Beratungsgespräch zur Botox®-Therapie bei Migräne, chronischen Schmerzen oder starkem Schwitzen. Sie erreichen uns telefonisch unter 07071-73564, via E-Mail an praxis@drwielander.de oder nutzen Sie die Online-Terminvereinbarung. Ich freue mich auf Sie!

Häufige Fragen unserer Patientinnen und Patienten

Ist Botulinumtoxin sicher?

Bei sachgerechter Anwendung ist die Behandlung mit Botulinumtoxin sehr sicher. Bereits seit 1993 findet Botox® in Deutschland medizinische Anwendung (anfangs für Lidkrämpfe, später kamen weitere Zulassungsbereiche hinzu). In meiner Praxis verwende ich ausschließlich zugelassene Präparate in medizinisch geprüfter, hoher Qualität.

Das kann je nach Anwendungsbereich und individuellen Faktoren variieren. Meist liegt die Wirkungsdauer bei etwa drei bis sechs Monaten. Danach kann die Behandlung bei Bedarf problemlos wiederholt werden.

Die Wirkung setzt nicht unmittelbar nach der Injektion ein, baut sich aber bereits nach wenigen Tagen auf. Spürbare Effekte treten für die meisten Patientinnen und Patienten (abhängig von den Beschwerden) nach etwa ein bis zwei Wochen ein.

Ja, für gewöhnlich sind Sie sogleich nach der Botox®-Behandlung wieder vollständig gesellschafts- und arbeitsfähig.

Unmittelbar nach der Injektion sollten Sie auf starke körperliche Anstrengungen und Sport verzichten, um das Risiko von Blutergüssen oder einer ungewollten Verteilung des Präparats zu vermeiden. Für etwa 24 Stunden sollten Sie keinem schweißtreibenden Sport nachgehen.

Sie sollten etwa 48 Stunden auf Sauna verzichten. Außerdem sollten Sie für zwei Wochen keine kosmetischen Behandlungen durchführen lassen.

Bei bestimmten Voraussetzungen übernehmen private Krankenkassen in Deutschland die Kosten für eine Botox®-Behandlung bei Migräne. Bei anderen Indikationen handelt es sich meist um Einzelfallentscheidungen. In jedem Fall sollten Sie sich vorab an Ihre Krankenversicherung wenden und die Informationen und möglichen Bedingungen dort direkt einholen. Ich erstelle Ihnen gern einen individuellen Kostenvoranschlag, den Sie bei Ihrer Krankenversicherung vorlegen können.

Ob eine Behandlung mit Botulinumtoxin für Sie geeignet ist, klären wir gemeinsam in einem persönlichen Gespräch. Dabei werden Ihre Beschwerden, Ihre bisherige Krankengeschichte und mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt. Wenn andere Therapien nicht ausreichend helfen oder starke Nebenwirkungen verursachen, kann Botulinumtoxin oft eine sinnvolle und schonende Alternative sein.

Im ästhetischen Bereich eignet sich Botox® zur Behandlung mimischer Falten, während bei statischen Falten Hyaluronsäure-Filler zum Einsatz kommen. Mehr zur ästhetischen Faltenbehandlung können Sie hier auf den jeweiligen Behandlungsseiten nachlesen: Faltenbehandlung mit Botox® und Faltenbehandlung mit Hyaluronsäure.

 

Die Wirkung von Botulinumtoxin lässt von allein wieder nach, da der Körper den Wirkstoff abbaut. Wenn Sie die Behandlung nicht mehr fortsetzen möchten, lässt der Effekt demnach nach einigen Monaten wieder nach – es bleibt kein dauerhafter Effekt vorhanden.

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